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Zwei neue Gesichter im BSV-Vorstand

Am gestrigen Sonnabend lud der Vorstand unseres Verbandes zu seiner ersten Sitzung nach den Wahlen vom 21. März im Gebäude des Landessportbundes Berlin. Dabei wurden nicht nur die damals gewählten “Abgeordneten” in die Verbandsarbeit eingeführt – die neue Vizepräsidentin Elisa Silz und Schulschachreferent Ralf Reiser -, sondern es konnten sogar zwei weitere Posten besetzt werden, für die sich im März noch niemand fand. Mit jeweils 4:0 Vorstandsstimmen stiegen Rico Schmidt und Thomas Rehberg gestern vom normalen Vereinsmitglied zum Verbandsreferenten auf. Der eine als neuer Öffentlichkeitsreferent (Wow!), der andere als Materialwart.

Wer sind die beiden noch im Berliner Schach relativ unbekannten Neueinsteiger? Der 51-jährige Thomas Rehberg ist seit knapp zwei Jahren im Vereinsschach aktiv – beim Verein der sich aktuell noch Mariendorfer SV nennt und demnächst vor einer Umbenennung steht. Ein steiler Aufstieg im Berliner Schachverband für einen Mann in den besten Jahren, zumal Thomas auch schon die Lizenz eines Regionalen Schiedsrichters in der Tasche hat.
Deutlich weniger Lebensjahre auf dem Buckel hat der andere Neuling. Rico Schmidt ist erst 27 und zog vor fast acht Jahren wegen des Physikstudiums von Wismar nach Berlin. Seinem ersten Schachverein, dem ASV Grün-Weiß Wismar, blieb er bis 2009 treu. Seit Januar 2015 ist er Mitglied der SG Weißensee und betreut seit diesem Jahr dort den Nachwuchs. Mit journalistischen Tätigkeiten hatte er bis vor Kurzem nichts zu tun. Sein Bericht vom Besuch des armenischen Präsidenten war praktisch die Feuertaufe. Das zauberte auch ein Lächeln auf das Gesicht des Berichterstatters. Rico pflegte seinen Text und die Bilder nämlich selbständig ein – ohne Einweisung in unser CMS! Ich hatte allerdings auch nichts anderes erwartet: Rico hat sich statt für Windows für Linux als Betriebssystem auf seinem Computer entschieden. Das setzt schon einiges an Fachkenntnis voraus.

Vier Jahre war laut Aussage unseres Präsidenten Carsten Schmidt das Referat Öffentlichkeitsarbeit nicht besetzt. Dieser Meinung widersprach ich wegen Erinnerungslücken meinerseits nicht. Richtig in Erinnerung habe ich als Referenten nur Dagobert Kohlmeyer. Und der trat bereits im März 2010 von seinem Posten zurück.

Rico tritt in große Fußstapfen, Kohlmeyer ist einer der führenden Schachjournalisten Deutschlands. Und er wurde damit auch gleich Hauptverantwortlicher für die Verbandswebsite. Ihm zur Seite stehen die beiden ranghöchsten Führungskräfte im Verband, Carsten Schmidt und Elisa Silz. Und darunter Webmaster Frank Hoppe als ausführende Person. Der wurde in Abwesenheit in der Vorstandssitzung (die fand vor der Sitzung mit den Referenten statt) erneut zum Internetbeauftragten berufen. Genauso wie übrigens Anita Neldner als Kinderschutzbeauftragte.

Den Referenten werden darüberhinaus Mentoren aus dem Vorstand zugeordnet. Elisa ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und wird Rico zur Seite stehen.

Jetzt noch ein paar Worte zur dritten Personalie. Ralf Reiser (59) kenne ich dem Namen nach eigentlich schon seit mindestens Mitte der 1980er Jahre. Wir haben sogar mal (mindestens) eine Turnierpartie gegeneinander gespielt. Aber ein Gesicht hätte ich trotzdem nie zuordnen können. Das wird jetzt anders, obwohl ich mit ihm als neuen Schulschachreferenten eher wenig zu tun habe. Er zeigte sich auf der Sitzung aber auch sehr interessiert an anderen Bereichen. So möchte er den Verband bei der Sponsorensuche unterstützen. Und als Schatzmeister Werner Koch in seinem Bericht die Internetkosten von über 1000 Euro im Jahr erwähnte, entstand daraus gleich seine Frage nach dem Wie und Warum. Hier versuchte ich dann so gut wie möglich die Gründe darzulegen.

Während der Sitzung habe ich fleißig mitgeschrieben. Hier eine kurze stichpunktartige Zusammenfassung der Diskussionsthemen:

  • Das Internationale Tandem-Open findet am 2. Juli beim SC Weisse Dame statt. Leider zeitgleich mit der Berliner Schnellschachmeisterschaft beim SC Kreuzberg. Geplant ist am Sonnabend ein Hauptturnier in 7 Runden Schweizer System. Die sechs Erstplazierten sollen am Sonntag in einem Rundenturnier den Berliner Meister ausspielen.
  • Es gibt wieder ein Politikerschachturnier! Es findet am 26. November als Alfred-Seppelt-Gedenkturnier statt.
  • Der Verband plant ein 4er-Mannschaftsturnier beim SC Zugzwang. Beim Datum (Oktober?) hatte ich leider gerade weggehört. Eventuell soll aus dem Turnier eine Berliner Schnellschachmeisterschaft für Mannschaften entstehen.
  • Der Webmaster der Berliner Schachjugend, Andreas Mai, vertrat den erst später eintreffenden Landesjugendwart Olaf Sill. Im Moment werden die Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften vorbereitet, Olaf ist Delegationsleiter. Im September soll ein Fußballschachturnier der Jugend stattfinden.
  • Landesspielleiter Andreas Rehfeldt berichtete von Problemen bei der Deutschen Einzelmeisterschaft 2016. Bisher ist kein Ausrichter gefunden! – In der Turnierordnung sind Änderungen im Gespräch um die Turnierabbrecher besser in den Griff zu bekommen. Ebenso wurde über einen sehbehinderten Spieler gesprochen, der in zukünftigen Verbandsturnieren aufgrund der Erfahrungen aus dem Qualifikationsturnier, Sonderrechte erhalten soll.
  • Bernhard Riess rückt für Felix Nötzel in den Spielausschuss auf und macht den Pokal.
  • Präsident Carsten Schmidt bat den Spielausschuss einen Verantwortlichen zu suchen, der das Grand-Prix-Turnier organisiert und die Grand-Prix-Tabelle führt.
  • Arnim Zöller wurde Ehrenmitglied beim VfB Hermsdorf. Eine separate Nachricht auf unseren Seiten ist geplant.
  • Am 7. Mai findet in Weißensee der Länderkampf der Senioren Berlin gegen Brandenburg statt. Spielort: Kiezgaststätte “Nudelholz”, Falkenberger Str. 37a, 13088 Berlin, 10 Uhr.
  • 2016 wird keine Berliner Frauenauswahl an der DFMMdLV (den langen Namen spare ich mir) in Braunfels teilnehmen. Es gibt zu wenig Interessentinnen.
  • Für An- und Abmeldungen von Mitgliedern werden der 31.12. und der 30.6. die zukünftigen Stichtage sein.
  • Andreas Mai und Olaf Sill standen meinem Vorschlag einer eigenen Domain für die Berliner Schachjugend offen gegenüber. Daraufhin machte ich gleich Nägel mit Köpfen und bestellte die Domain berlinerschachjugend.de. In der vergangenen Nacht portierte ich die Jugendseiten auf die neue Domain und richtete Weiterleitungen bei noch alten Adressen ein.
  • Angesprochen wurde auch ein Umzug der Schulschach- und der BMM-Website auf den BSV-Server.

Frank Hoppe