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30. BSEM: Rekordbeteiligung zum Jubiläum

Die Offene Berliner Meisterschaft der Senioren feiert in diesem Jahr ein stolzes Jubiläum. Schon zum 30. Mal ermitteln die Schachfreunde 60+ ihren Sieger, und es gibt mit 137 Spielerinnen und Spielern laut Turnierleitung wieder eine neue Rekordbeteiligung. Gespielt wird wieder im gastfreundlichen Sportlerheim der TSG Oberschöneweide.

Seniorenreferent Werner Wiesner leitet die Meisterschaft schon zum x-ten Mal, obwohl er im Sommer 72 Jahre alt wird. Der engagierte Schachfreund stellt sich beim nächsten Verbandstag auch wieder zur Wahl, sagte er zur Eröffnung, was mit großem Beifall quittiert wurde.

Man sah viele bekannte Gesichter, darunter die Nestoren Irmgard Helm (91 Jahre, TSG Oberschöneweide)) und Günter Ahlberg (83 Jahre, SG Weißensee), die schon seit ewigen Zeiten die Figuren setzen und noch immer nicht müde zu sein scheinen.

Es gibt aber auch „Nachwuchs“. Fünf Schachfreunde vom zarten Jahrgang 1954 feiern diesmal ihre Premiere: Hans-Jürgen Meißner (Empor Berlin), Hartmut Höckendorf (BSG Pneumant Fürstenwalde), André Jaeger (SC Rochade), Horst-Peter Kurbel (FC Bayern München) und Peter Kasper (SG Eckturm). Willkommen im Klub! Einige von euch werden auf Grund ihrer Spielstärke sicher ein ernstes Wort bei der Titelvergabe mitreden. Schauen wir mal.

Unter Leitung von Hauptschiedsrichter Martin Sebastian, der von seinen Kollegen Lothar Oettel, Ergun Arkan und Eckart Stets unterstützt wird, ertönte am Donnerstag der Gong zur ersten Runde. Nach drei Spieltagen haben sechs Spieler noch eine weiße Weste, d.h. je 3,0 Punkte auf ihrem Konto: Ralf-Axel Simon, Yosip Shapiro, Hans-Jürgen Meißner, Erik Allgaier, Heinrich Burger und Dr. Peter Welz.

Im vergangenen Jahr gewann Schachfreund Simon das Turnier. Da er aber für TSG Neuruppin spielt, konnte sich Shapiro mit dem Titel Berliner Seniorenmeister schmücken. Wie der Zwischenstand zeigt, haben beide auch diesmal wieder große Ambitionen.

Natürlich passieren in so einem Turnier wie immer zahlreiche Fehler, manchmal schon am Anfang einer Partie. Deshalb konnte Siegfried Prix (Schachfreunde Berlin) in der dritten Runde am Samstag schon sehr früh vom Tisch aufstehen. Sein vereinsloser Gegner Hans-Joachim Kammler hatte sich einen Eröffnungsfehler geleistet.

1-0. Es droht 9…Sc7+ und Qualitätsverlust. Schwarz hat keine guten Antworten mehr:

In dieser Stellung warf Schachfreund Kammler das Handtuch. Sehr früh, aber er berücksichtigte eben Michail Botwinniks Spruch: „Einen guten Schachspieler erkennt man am rechtzeitigen Aufgeben.“

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